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Waalwege

Waalwege und ihre Faszination

Waalwege und ihre Faszination:

Waalwege verlaufen auf einer Anhöhe
und sind leicht begehbar. Lassen Sie Ihren Blick über den Talkessel schweifen
und erfreuen Sie sich am Plätschern des Wassers. Die Wege führen vorbei an
Weingärten, Kastanienhainen, vorbei an Obstplantagen, die sich im Frühjahr
blühend, im Herbst apfelbehangen, präsentieren.

Ein Besuch der Buschenschänken darf
nicht fehlen.

 

Geschichte der Waale:

Der Vinschgau und der Meraner Raum
sind sehr niederschlagsarm. Die intensive Sonneneinstrahlung trocknet die
Landschaft am Sonnenberg aus. Aus diesem Grund haben die Bauern Kanäle gebaut,
die sie für die Bewässerung ihrer Felder, Äcker und Wiesen nutzten.

Die Waalwege
an den Hängen des Burggrafenamtes und des Vinschgaus zählen heute zu den
beliebtesten Wanderwegen. Einst dienten diese Wege nur dem „Waaler“, der für
die aufwändige Kontrolle und Instandhaltung des Waales zu sorgen hatte und auch
die genau eingeteilten Bewässerungszeiten der Felder überwachen musste. Das
Funktionieren des Waales konnte er mittels einer Waalschelle kontrollieren.
Dabei trieb ein kleines Wasserrad, an welchem ein Bolzen befestigt war, einen
Hammer, der regelmäßig auf die Kuhschelle oder ein Wasserblech schlug. Der
gleichmäßige Klang der Waalschelle signalisierte dem Waaler, dass das
„Wasserwossr“ regelmäßig floss. Das Waalwasser wird am Talfluss oder
Gebirgsbach eingeleitet, durchläuft den Haupt- und Tragwaal, fließt durch ein
dicht verzweigtes Netz von Waalen, bis es zur genau festgelegten Zeit zum Feld
gelangt, das von einem auch zeitlich festgelegenen Wasserrecht ausgestattet
ist. Ein Feld am Sonnenberg ohne Wasserrecht hat nur sehr beschränkten Wert.

Wasserdiebstahl
oder Verschmutzung des Waales wurden in alter Zeit schwer bestraft. Sie waren
auch oft Gegenstand heftiger Streitereien zwischen Dorfgemeinschaften. Ein
solcher Wasserstreit entbrannte nach Aussage alter Dorfbücher im Jahre 1431
zwischen den Bauern von Rabland und Partschins um das Wasser des Zielbaches.

Manche Waale
trieben zusätzlich Mühlen, Sägewerke und Butterkübel an.

 
Waalwege
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